Aufstieg Deutschland misst, ob sich Leistung noch in ein besseres Leben übersetzt – im Vergleich zu früheren Generationen, mit harten Zahlen.
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Deutschland erzählt sich eine Geschichte: Wer arbeitet, kommt voran. Die Zahlen erzählen eine andere.
Die Meilensteine eines selbstbestimmten Lebens – eigene Wohnung, Wohneigentum, ein finanzielles Polster, eine Familie ohne Existenzangst – rücken für jede Generation weiter nach hinten. Was die Eltern mit Mitte zwanzig erreichten, gelingt den Kindern heute, wenn überhaupt, mit Mitte dreißig. Aufstieg ist in Deutschland nicht leichter geworden, sondern schwerer.
Das ist keine Stimmung, das ist messbar. Woher jemand kommt, entscheidet wieder stärker über sein Leben als das, was er leistet – Herkunft schlägt Anstrengung, Erbe schlägt Einkommen. Genau diese Verschiebung machen wir sichtbar: nicht mit Anekdoten, sondern mit Preisen, Löhnen und Jahren, im Vergleich über Generationen hinweg.
Aufstieg Deutschland verfolgt das in zwei Schritten. Zuerst der Befund: der Aufstiegsindex. Aus den Antworten auf die acht Fragen entsteht eine einzige Zahl – gemessen in Arbeitsjahren –, die zeigt, wie schwer oder leicht Aufstieg in Deutschland heute noch ist: für Deutschland insgesamt und für jedes Bundesland, für die Mitte wie für das untere Viertel. Darauf aufbauend der Vorschlag: konkrete politische Hebel, die den Mechanismus wieder in Gang setzen. Erst die Fakten. Dann die Ideen.
Kaufpreis und Miete, umgerechnet in Jahre Medianarbeit – heute, 1995, und je nachdem, ob man erbt.
Gib dein Profil ein und sieh, wie viele Jahre dich Wohnsicherheit kostet – was du 1995 gebraucht hättest, und wie eine Erbschaft oder ein Kind die Rechnung verändert.
Deutschland war ein Land, in dem Arbeit zu Eigentum und Eigentum zu Sicherheit führte. Dieser Mechanismus erodiert. Wir messen, wie schnell – und was ihn wieder in Gang setzt.